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Geschichte der Pflege

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Geschichte im Schatten

Geschichte der Frauenarbeit ist die Pflegegeschichte auch. Beschäftigung in der Pflege bedeutet Arbeit im Verborgenen , Tätigkeit im Schatten, also Frauenarbeit. Aus diesem Grund werden Namen von Pflegerinnen meist nicht überliefert – Florence Nightingale, als politisch tätige Publizistin, bestätigte die Regel in ihrer Ausnahme.

Heute hingegen gibt es fast noch neu die Pflegewissenschaft, auch hier eine Wissenschaft in noch vielfältiger Bescheidenheit. In der begrenzten Fachöffentlichkeit entsteht Prominenz durch Wiederholung und Mehrfachnennung. Freilich ist die Pflegewissenschaft eigentlich der Triumpf der Sozialpädagogik im Gewand der pflegerischen Fürsorge.

Was bleibt im Wandel der Zeit? Das gewohnte Bild: Frauen pflegen Männer und Frauen pflegen Frauen: Mütter, Töchter, Ehefrauen in Kinderpflege, Krankenpflege und Altenpflege verfangen. Männer konsumieren, delegieren, dirigieren und kritisieren.

Warum sollte Pflegegeschichte interessieren?
Zunächst ist es die große Zahl der Pflegenden – beruflich und privat. Und es scheint ein ungeheurer Bedarf an Pflegekräften zu wachsen, der nicht zu befriedigen sein wird.

Die Geschichte der Pflege, tief im Schatten der Medizingeschichte zeigt deutlich die Problematik des Dienens, des Verhältnisses zu Technik und Naturwissenschaft.Die Unsichtbarkeit der Pflege kann durch die Beschäftigung mit ihrer Geschichte vielleicht ein wenig transparenter gemacht werden.  

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